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weizer bezirksjournal2019 juni nachbericht

Wahrheit ist kostbar, darum muss man sparsam sein damit...

So ähnlich könnte jedenfalls das Motto der von Laszlo Palocz virtuos interpretierten Figur Michel in der französischen Komödie „DIE WAHRHEIT“ von Florian Zeller lauten. Michel ist nicht verlogen, Michel bemüht sich, die Wahrheit für seine Mitmenschen sozial verträglich zu individualisieren...

Der international bekannte Regisseur Dr. Peter Lotschak hat die 2011 verfasste Komödie in sieben Szenen in Gleisdorf und Hamburg nahezu zeitgleich inszeniert, die deutsche Fassung aber auch schon 2013 im St. Pauli Theater in Hamburg aus der Taufe gehoben. „Intendantin“ Heidelinde Ploderer-Leitner, die mit ihrem Team die aktuelle Hamburger Inszenierung besucht hat, versicherte dem Gleisdorfer Publikum, sich den weiten Weg nach Hamburg sparen zu können und niemand konnte oder wollte ihr nach dieser bravourösen Premiere noch widersprechen.

Eveline Hütter, Luise Mauthner und Herbert Edlinger, die neben Laszlo Palocz auf der Bühne des Kulturkellers Gleisdorf brillierten, erhielten bei der anschließenden Premierenfeier mit schmackhaften Polsterzipfeln (Schinken- und Gemüseteigtascherln, um der Wahrheit die Ehre zu geben) und Premierentortenanschnitt mit anschließendem gemeinsamen Verzehr vom begeisterten Premieren-Publikum, darunter auch der Gleisdorfer Bgm. NAbg. Christoph Stark mit Gattin und zahlreiche weitere Gleisdorfer Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur, großzügiges, doch absolut berechtigtes Lob. Schon viele Lacher und immer wieder heftig aufflammender Szenenapplaus hatten gezeigt, wie sehr die Gäste diese bereits dritte Produktion des Gleisdorfer Kellertheaters genossen.

Ein kleines, aber feines Vier Personen-Ensemble auf kleiner Bühne, die heimelige Zimmertheateratmosphäre mit kaum Distanz zum Publikum schaffen eine ganz besondere Atmosphäre, die jede Aufführung zum unvergleichlichen Theatererlebnis werden lässt. Dazu die unverwechselbare Handschrift des Meisterregisseurs, professionell konsequent in der Inszenierung, behutsam begleitend in der Führung eines Laien-Ensembles, das den Vergleich mit den Profis in Hamburg nicht zu scheuen brauchte!

Bericht von Mag. Herbert Kampl