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bezirksjournal weiz nachbericht 07 06 2017Fulminante Premiere des neuen Gleisdorfer Kellertheaters

Die Eröffnungsvorstellung des Gleisdorfer Kellertheaters mit der Premiere des Stückes „4 nach 40“ von Fritz Schindlecker am 19. Mai um 20 Uhr erwies sich als hochkarätiges Kulturevent, bei dem sich im ausverkauften Kulturkeller in Gleisdorf alles traf, was Rang und Namen hat, allen voran Bgm. Christoph Stark mit Gattin.

Und das Laienensemble des Kellertheaters Gleisdorf, Laszlo Palocz, Richard Hornischer, Eveline Hütter und Renate Sajko-Schenk unter der umsichtigen Regie von Theater-Altmeister Peter Lotschak, wurde der Bedeutung des Augenblicks mit seiner hervorragenden Leistung auch mehr als gerecht. Das anspruchsvolle, aber humorvolle Stück, das mit zahlreichen musikalischen Einlagen überraschte, die als dramaturgischer Kunstkniff die Innenperspektive der Figuren eröffneten, forderte von den vier Darstellern höchste spielerische Konzentration und gönnte ihnen keine Pause – nona, wenn alles in einem steckengebliebenen Lift spielt. Und das mit vier grundverschiedenen Charakteren, allesamt 40 Jahre alt, zwischen dem 40. und 41. Stockwerk. Natürlich resultiert die Komik aus dem überreichlichen Konfliktpotenzial der vier Figuren, das sich selbst in einer deutlich weniger stressigen Situation zwingend entladen würde! Ein Spiel, das exakte Einsätze, präzise Pointensetzung, überzeugende Mimik und kontrollierte Körpersprache verlangt.

Bei der anschließenden Premierenfeier mit Gulasch und Dessert für alle BesucherInnen gab es reichlich Gelegenheit, mit Darstellern und Regisseur zu plaudern. Peter Lotschak war vom Erfolg seiner Schützlinge begeistert, ist das Spannende für ihn doch, die Schauspieler in das „neue Land“ hinter dem Vorhang, sprich in die Geschichte, einzuführen – und er ist immer von neuem gespannt, was herauskommt, jederzeit bereit, dramaturgische Hilfestellung zu leisten, aber auch jede Wechselwirkung zuzulassen, denn diese gegenseitige Bereicherung sei ja das Schöne an der Theaterarbeit.

Das Gleisdorfer Publikum geizte jedenfalls nicht mit Premieren- und Eröffnungsapplaus und erwies dem neugegründeten Kellertheater mit vier schon vor der Premiere ausverkauften Vorstellungen einen absolut verdienten Vertrauensvorschuss.

Mag. Herbert Kampl